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Yves im Interview

Yves Brise studierte an der ETH Informatik und machte anschliessend seinen PhD im Gebiet der Theoretischen Informatik. Im Sommer 2013 hat er bei ipt als Consultant gestartet und eine rasante Entwicklung hinter sich. Seit 2019 ist er nun in der Geschäftsleitung, wo er das Fokusgebiet Data-Driven Business vorantreibt und Mitarbeitende coacht. Im Interview erzählt dir Yves, wie er seinen Weg von der ETH Zürich zur ipt gefunden hat, seinen Arbeitsalltag erlebt und was ihn an der IT Beratung fasziniert.

Julia Pahlke (ETH Alumni): Yves, wer bist du und was begeistert dich an Informatik?

Yves Brise: Schon als Kind habe ich in meiner Freizeit gerne Computerspiele gespielt und selber an Computern herum geschraubt. Dadurch war mein Interesse und vor allem die Neugier an Informatik gross. Ich wollte verstehen, wie das eigentlich funktioniert. Ich habe mich fürs Informatik-Studium entschieden, weil ich das Gefühl hatte, als ich in den 2000er Jahren anfing zu studieren, dass die Fähigkeit, Informatik anzuwenden und zu verstehen, in Zukunft immer wichtiger werden würde. Das hat sich bewahrheitet.

Welchen konkreten Auslöser gab es für dich, das Studium an der ETH zu beginnen?

An die ETH bin ich gegangen, weil die Hochschule einen sehr guten Ruf hatte — damals wie heute. Mein Doktorat in der Theoretischen Informatik resp. in Operations Research war eine vielseitige Aufgabe und ein spannendes Forschungsumfeld zugleich. Ich habe mich mit der Analyse von Algorithmen befasst und auch bei Softwarebibliotheken mit entwickelt. Es hat sich im Verlauf meines Doktorates aber immer mehr gezeigt, dass die akademische Laufbahn für mich nicht der richtige Weg sein würde. Ich wollte näher an den Problemen des Alltags sein und noch mehr mit Menschen zu tun haben. Das hat mich schlussendlich dazu bewogen, in die Privatwirtschaft zu gehen.

Und weshalb hast du dich für die IT Beratung entschieden?

Ich habe mich gefragt: Wo liegt meine grösste Leidenschaft? Mit was möchte ich tagtäglich meine Zeit verbringen? Was bringt mir ein grosses Mass an Genugtuung bei der Arbeit? Und habe den Beruf des Beraters für mich entdeckt. Ich habe die Zeit an der ETH sehr genossen und bin dankbar dafür. Aber nach dem Doktorat war der richtige Zeitpunkt für etwas Neues.

Wie war dein Einstieg bei ipt?

Mit dem Einstieg bei ipt eröffnete sich mir eine ganz neue Welt. An der ETH hatte ich sehr viel an Grundlagen, mathematischen Themen und Algorithmen gearbeitet. Bei ipt ging es plötzlich um konkrete Implementierung, Java Libraries und Produkte grosser Software Hersteller – und vor allen Dingen auch um komplexe Projektsituationen. Das war für mich neu und der Einstieg steil, meine Lernkurve aber auch (lacht).

Wie hast du dich über die Jahre bei ipt entwickelt?

Im Sommer 2013 bin ich bei ipt als Consultant gestartet und konnte sehr schnell in verschiedenen Projekten tätig sein. Zum Beispiel habe ich bei PostFinance an der Digitalisierung von Prozessen und an Betrugserkennung im Online Banking gearbeitet. Oder ich habe Helsana und andere Versicherungen bei der Einführung von Cloud-basierten Anwendungen unterstützt, immer in Bezug auf die Integrationsaspekte. Seit Anfang 2019 bin ich in der Geschäftsleitung von ipt, was mir sehr viel Spass macht, aber auch herausfordernd und lehrreich ist. Dabei gefällt mir besonders, dass ich Mitarbeitende bei deren Entwicklung coachen darf und unsere Kunden im Data-driven Business weiterbringen und dieses Fokusgebiet in der ipt stärken kann.

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«Mir gefällt besonders, dass ich Mitarbeitende bei deren Entwicklung coachen darf und unsere Kunden im Data-driven Business weiterbringen und dieses Fokusgebiet in der ipt stärken kann.»
Yves Brise Associate Partner ipt

Wie sieht ein normaler Arbeitstag bei dir aus?

Als Erstes esse ich am Morgen eine Banane und trinke ein grosses Glas Wasser. Wenn es keine Bananen mehr hat, dann werde ich grantig (lacht). Ansonsten geht es sehr abwechslungsreich zu und her.

Ich bin viel unterwegs. Heute Vormittag bin ich zum Beispiel nach Bubendorf (BL) zu einer Biotech-Firma gefahren. Mit dem Betriebschef habe ich besprochen, was sie im Bereich Smart Data machen können, um ihre Prozesse zu optimieren. Danach habe ich mich in Zürich mit einem Arbeitskollegen getroffen, um einen Vortrag für einen internen Anlass vorzubereiten und bin dann in Richtung Winterthur gefahren, um mich mit einem Leiter des Leistungsmanagement einer Krankenkasse zu treffen. Wenn ich mit dem ÖV unterwegs bin, versuche ich, so viele Emails wie möglich zu beantworten oder zu telefonieren.

Was fasziniert Dich an Deinem Beruf?

In erster Linie ist es die Vielseitigkeit. Wie ich bei der vorangehenden Frage beschrieben habe, bin ich oft unterwegs und muss immer wieder den Kontext wechseln. Das ist sehr bereichernd und spornt mich an. Ich lerne viele interessante Leute kennen und darf diese beraten. Das macht mir Spass und fühlt sich gut an.

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«Macht das, wofür ihr eine grosse Leidenschaft habt! (…) Nur so könnt ihr auf lange Dauer glücklich und erfolgreich sein und bleiben.»
Yves Brise Associate Partner ipt

Welchen Rat würdest Du jungen Hochschulabsolventinnen und -absolventen für den Einstieg in das Berufsleben mitgeben?

Macht das, wofür ihr eine grosse Leidenschaft habt! Denn der Beruf nimmt einen Grossteil der Lebenszeit ein. Überlegt euch, was euch am meisten Spass macht! Nur so könnt ihr auf lange Dauer glücklich und erfolgreich sein und bleiben.

Hast du auch Lust, dich mit unterschiedlichen Technologien und Produkten auseinander zu setzen, im Team vor Ort beim Kunden zu arbeiten und unsere Firma, sowie deren Leistung aktiv mitzugestalten? Dann bewirb dich jetzt!

 

Interview von Julia Pahlke (ETH Alumni)