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26.05.2026

Einblicke in kosten­effiziente AI-Plattformen & Agentic AI

Valentin und Cyrill präsentieren «Open by Design: Kosteneffiziente KI-Plattformen» auf der Uphill Konferenz in Bern. Wir trafen beide zum Kurzinterview über die nächsten Schritte im Bereich KI.

Uphill Konferenz kosteneffiziente KI Plattformen Agentic AI

Was ist die wichtigste Erkenntnis für Unternehmen, die kosteneffiziente und souveräne KI-Lösungen suchen?

Valentin: Souveränität ist heute das Schlagwort schlechthin. Aber man muss verstehen, dass es in der IT keine vollständige Unabhängigkeit gibt und physischer Besitz von Hardware noch keine echte Souveränität bedeutet. 

Es geht vielmehr darum, sich bewusst mit den Kontrollpunkten (z. B. Identitätsmanagement) der eigenen IT-Architektur auseinanderzusetzen.

Cyrill: Genau. Ein wichtiger Punkt für die Strategie: Eine souveräne KI-Plattform muss nicht teuer sein, wenn man es richtig anpackt. Entscheidend sind die Wahl der Compute-Ressourcen, der Service Frameworks und die Portabilität der Modelle. Wir zeigen oft auf, dass für viele Business-Use-Cases eine CPU-basierte Lösung völlig ausreicht. 

Unser Rat: Starte mit der Compute-Plattform, die du hast, und erhöhe die Komplexität langsam. Entkopple mit AI Gateways und setze auf etablierte Standards bei den Interfaces.

Welche Trends und Themen haben die Uphill Konferenz 2026 in Bern dominiert?

Cyrill: Ein prägendes Thema war definitiv «AI in Production». Der Fokus hat sich massiv von reinen Experimenten hin zu wertschöpfenden Use-Cases und Show-Cases verschoben, wie wir sie zum Beispiel im Retail sehen. Ausserdem war «Agentic AI» omnipräsent, also die Frage, wie wir autonome KI-Agenten sinnvoll integrieren, um Businessvalue zu kreieren

Valentin: Ergänzend dazu haben wir viel über die nötige Abgrenzung diskutiert: Wann braucht es klassische Workflows und wann sind Single- oder Multi-Agent-Systeme wirklich ein Mehrwert? Klassische Abläufe sind nach wie vor essenziell. 

Ein weiterer Schwerpunkt war «LLM Security & Trust». Wer KI auf Enterprise-Ebene skalieren will, muss zwingend risikobasierte Lösungen gegen neue Angriffsvektoren im Griff haben.

Welche Impulse nehmt ihr für die Entwicklung von Enterprise KI-Lösungen mit in euren Arbeitsalltag?

Valentin: Wir müssen Security-Reviews und Threat Modeling für LLM-spezifische Bedrohungen so früh wie möglich in der Lösungsarchitektur durchführen. Das darf kein Nachgedanke sein.

Cyrill: Ganz klar das Thema «Evals». Wir müssen die Qualität von AI von Anfang an messbar machen und sie als festen Produktbestandteil verstehen. Ausserdem bietet AI neue UX-Möglichkeiten: Interaktionen via Video oder Mikrofon werden die klassische Tastatur immer mehr ergänzen. Das öffnet völlig neue Wege, wie User mit LLMs interagieren.

Lohnt sich das Fine-Tuning von LLMs überhaupt? 

Cyrill: Die Frage kam oft: Kann man damit alle Herausforderungen wie Halluzinationen lösen? Unsere Antwort ist pragmatisch: Fine-Tuning ist kein Allheilmittel, sondern ein spezifisches Werkzeug. 

Oft ist RAG (Retrieval Augmented Generation) der effizientere Weg für genaue Antworten. Bei der Entscheidung spielen besonders die Dimensionen der Datenmengen und Veränderungsgeschwindigkeit eine Rolle.

Valentin: Was mich beim Networking beeindruckt hat, ist das enorme Bedürfnis nach Souveränität. Die Sorgen bezüglich der Abhängigkeiten sind riesig. Schweizer Unternehmen suchen nach souveränen KI-Lösungen, die ihnen die Kontrolle über ihre Daten zurückgeben.

Wie würdet ihr die Energie und den Spirit der Uphill Konferenz 2026 zusammenfassen? 

Valentin: Mir kommen da sofort zwei Dinge in den Sinn: Erstens technisch stark, die Qualität der Talks war beeindruckend hoch, echte Deep Dives. Und zweitens eine unglaubliche Community, bei der der Austausch auf Augenhöhe und das voneinander Lernen im Zentrum standen.

Cyrill: Ich ergänze das noch mit dem dritten Punkt: ein praxisnaher Realitätscheck. Es ging nicht um Hype, sondern darum, was heute wirklich funktioniert und wo die Reise für Unternehmen in der Schweiz hingeht. Das gibt einem extrem viel Bodenhaftung für die tägliche Arbeit.

Über Cyrill Rüttimann

Mit über 20 Jahren Erfahrung in der Softwarearchitektur und IT-Strategie begleite ich namhafte Schweizer Banken bei der Konzeption moderner Integrationsplattformen. Meine Expertise liegt in der Entkopplung komplexer Kernbankensysteme wie Avaloq durch den Einsatz von API-Management, Event-Streaming und Cloud-nativen Architekturen. 

Speaker Cyrill Rüttimann

Über Valentin Verschinin

Ich begeistere mich für alles rund um AI, Daten & Cloud, vor allem dafür, wie man mit guten Daten, durchdachter Technik & etwas Leidenschaft den Alltag unserer Kunden zukunftsfähiger machen kann.» 

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