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BIT: Self-Service-Anwendung für den elektronischen Datenaustausch

Das Bundesamt für Informatik digitalisiert den Transfer der Ursprungserklärungen zwischen der Schweiz und China

Das Bundesamt für Informatik (BIT) muss die Ursprungserklärungen der Ermächtigen Ausführer für China in elektronischer Form ermöglichen. Dank der Neukombination vorhandener Bausteine realisierten sie zusammen mit der ipt eine Lösung, die den Programmieraufwand wie auch das Risiko minimierte. Die Dokumente stehen so innert Sekunden dem chinesischen Zoll zur Verfügung.

Die kurze Timeline, unbekannte Anforderungen und heterogenen Systeme waren eine Herausforderung

Mit mehr als 20 Milliarden Franken Handelsbilanz ist China der sechstgrösste Exportmarkt und der viertgrösste Lieferant der Schweiz. Im Freihandelsabkommen haben sich die beiden Länder Ende 2013 geeinigt, die Ursprungserklärungen der 2500 Ermächtigten Ausführer (EA) in elektronischer Form auszutauschen

Das Projekt musste innert sechs Monaten umgesetzt werden. Obwohl die Anforderungen für den Transfer der elektronischen Daten nicht bekannt waren, galt es, die Anwendung schnell aufzubauen.

  • «Trotz anfänglicher Bedenken bezüglich technischer Machbarkeit, konnten wir alle Anforderungen im vorgegebenen Zeitrahmen erfüllen.»
    Dominik Liebmann Lead Consultant, ipt

Die Lösung wurde von Null auf konzipiert, realisiert, getestet und eingeführt. Dann mussten alle ausführenden Unternehmen (Ermächtigte Ausführer) informiert und registriert werden. Um den korrekten Umgang mit der Anwendung sicher zu stellen, war die Schulung der Benutzer elementar.

Die technische Infrastruktur beider Länder ist sehr heterogen und deren Zusammenführung entsprechend anspruchsvoll. Für die chinesischen Entwickler war die Anbindung ihres IBM WebSphere MQ Systems zwin¬gend. Das BIT setzte für die Systemintegration eine Service-orientierte Architektur (SOA) basierend auf Web Services ein.

Bei der parallelen Software-Entwicklung in der Schweiz und China musste auch auf die Zeitverschiebung und kulturelle Unterschiede geachtet werden.

Trotz grossen Unbekannten konnte die Self-Service-Anwendung länderübergreifend erfolgreich umgesetzt werden

Das BIT hat die elektronische Lösung für das Projekt «EA Datenaustausch mit China (EACN)» in enger Zusammenarbeit mit ipt entwickelt. Innert kürzester Zeit wurde eine Self-Service-Anwendung eingeführt, die den Transfer der Ursprungserklärungen zwischen der Schweiz und China ermöglicht. Nur wenige Sekunden nach dem Bereitstellen der Dokumente stehen diese nun dem chinesischen Zoll zur Verfügung.

  • «In Zusammenarbeit mit den Integrationsexperten von ipt haben wir die e-Government-Lösung schnell und in hoher Qualität umgesetzt.»
    Dominik Meier Projektleiter, Eidgenössische Zollverwaltung

Vorhandene Bausteine wurden neu kombiniert – IBM DataPower als Web Service Gateway und Oracle als Datenbank. Dadurch hielten wir das Risiko wie auch den Programmieraufwand gering und das Projekt konnte zügig vorangetrieben werden. Die grosse Unbekannte – die Integration des IBM Web¬Sphere MQ Systems in China – meisterten wir gemeinsam.

Dank regelmässiger, länderübergreifender Online-Meetings konnte die parallele Entwick¬lung sichergestellt werden. Die Spezialisten glichen die Planung ab, definieren Arbeitspakete und stellten laufend Fortschritte fest. Der Schlüssel zum Erfolg war der Aufbau von Vertrauen.

Nach sechsmonatiger Projektlaufzeit ist die Lösung in Betrieb. Seitdem profitieren Schweizer Unternehmen auch im Handel mit China von ihrem Status des EA.

Das Digitalisieren der Übermittlung war ein voller Erfolg für das Bundesamt für Informatik

Die Anwendung EACN intensiviert die wirtschaftliche Beziehung zwischen der Schweiz und China, steigert den Export und fördert den Wohlstand.

Der manuelle Aufwand für die Bearbeitung der Dokumente reduziert sich stark, weil der EA selbst die Ursprungserklärungen erfasst und übermittelt: reduzierter Aufwand für die Eidgenössische Zollverwaltung, tiefere Kosten für Zollkunden.

Effiziente Deklaration: Sekunden nach dem Bereitstellen der Ursprungserklärungen in der Schweiz stehen diese dem chinesischen Zoll zur Verfügung. Durch die elektronische Übermittlung reduziert sich für die EA das Risiko von zurückgewiesenen Ursprungsnachweisen.

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  • «Durch das proaktive Verhalten und Know-how der ipt Spezialisten konnten wir schnell und problemlos auf Unvorhergesehenes reagieren. Wir kannten zu jedem Zeitpunkt den Projektfortschritt.»
    Dominik Meier Projektleiter, Eidgenössische Zollverwaltung

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