Identity und Access Management (IAM) für mehr Sicherheit
Der Zugang auf den Dienstmanager läuft mittels dem V-Login der Schweizer Armee. Diese bestehende IAM Lösung wurde in den Dienstmanager nahtlos integriert, damit sind die Daten wortwörtlich militärisch gesichert und die Nutzer haben eine nahtlose Benutzererfahrung.
Für alle Nutzer gilt eine 2-Faktor Authentifizierung. IAM stellt die Identitäten der Benutzer sicher und über entsprechende Rollen wird der Zugriff auf sensible Daten im Dienstmanager (portal-armee.ch) kontrolliert sichergestellt.
Es werden nur die relevanten Daten aus dem Verwaltungssystem der Armee bezogen und besonders schützenswerte Daten, wie zum Beispiel persönliche oder medizinische Daten, werden in der Datenbank zusätzlich verschlüsselt abgelegt, so dass nur der Benutzer, in unserem Fall der AdA, die Daten betrachten kann.
Die hohen regulatorischen Vorgaben konnten zu 100% erfüllt werden, trotz der Darstellung von sensiblen Daten im Dienstmanager.
End-to-End Digitalisierung und Automatisierung von administrativen Prozessen für mehr Effizienz
Die administrativen Prozesse, wie z.B. des Dienstverschiebungsgesuchs, wurden in alle Einzelteile zerlegt und in einem Prozesslayer abgebildet.
Der Prozesslayer greift auf umliegende Umsysteme, wie das Personal- und Informationssystem der Armee und des Zivilschutzes und weitere Backend-Systeme zu und bildet diese in der Frontendapplikation, dem Dienstmanager, ab. Wie einen Oldtimer, den man Schraube für Schraube auseinanderbaut und schaut welche Autoteile man für ein modernes E-Auto braucht.
So wurden die vielen analogen administrativen Prozesse auseinanderlegt und kritisch hinterfragt: welche Regularien müssen eingehalten werden, wie können wir es eventuell anders machen und wie können wir auch die Usability für unsere Mitarbeitenden verbessern? Nicht immer ist die Lösung, alles direkt zu automatisieren. Beim Dienstverschiebungsgesuch z.B. ist es wichtig für den Kommandanten zu wissen, ob seine Einsatzplanung aufgeht.
Gleichzeitig wurden die Prozesse so weit automatisiert, so dass Armeemitarbeitende so wenig wie möglich in die Hand nehmen müssen. Der neue, digitale Prozess leitet die Personen durch die Antragsstellung und stellt sicher, dass alle notwendigen Fragen und Unterlagen mit eingereicht werden.
Innerhalb weniger Minuten wird der vollständige Antrag empfangen und durch automatische Zuweisung an die richtige Person, welche das Gesuch bearbeitet, weitergeleitet. Der Wehrpflichtige, der AdA, sieht auch jederzeit wo sich sein Antrag befindet. Wird es abgelehnt, kann er es im Dienstmanager bequem wieder aufrufen und Unterlagen anpassen und neu einreichen.
Die durchschnittliche Antwortzeit von einem Dienstverschiebungsgesuch konnte nun von mehreren Wochen auf wenige Tage erheblich reduziert werden.