Der Krankenversicherer Sanitas differenziert sich auf dem Schweizer Markt durch technisch innovative Produkte, wie zum Beispiel den Online-Gesundheitscheck.
Solche Dienste sind für die Kund:innen attraktiv, stellen jedoch eine Herausforderung für die IT-Abteilung dar, da sie nur mit modernen Softwarelösungen und einer Cloud-Infrastruktur, unterstützt durch effektives Platform Engineering, realisierbar sind.
Bis vor Kurzem arbeitete Sanitas mit einer On-Premise-Entwicklungsinfrastruktur, was die Entwicklung umständlich gestaltete: Ein internes Plattformteam und ein externer Outsourcing-Partner stellten die Infrastruktur bereit.
Ohne den Einsatz von Platform Engineering mussten alle Anfragen der Entwickler:innen über das Plattformteam laufen, und jede Anpassung wurde über ein Ticketsystem in einer «Black Box» abgewickelt (siehe Abb. 1).
Was bedeutete das für die Menschen und ihren Arbeitsalltag? Ein Gefühl wie im Auto an Ostern auf dem Weg ins Tessin vor dem Gotthardtunnel: Ein Stau an Anfragen und ein langes Warten auf die Bearbeitung. Änderungen an der Infrastruktur dauerten oft mehrere Wochen. Selbst das relativ einfache Öffnen eines Firewall-Ports dauerte zwei Wochen.
Darüber hinaus war es nicht möglich, die Bereitstellung der Infrastruktur zu automatisieren, was zu einer hohen Arbeitsbelastung aller Mitarbeitenden im Plattformteam und zu hohen Kosten führte.






