Welche Nutzer:innen müssen im Zentrum eines Plattformprodukts stehen und wie holen wir sie frühzeitig ins Boot?
PHO: Unbestritten stehen die internen Entwickler:innen im Mittelpunkt. Es ist entscheidend, sie von Beginn an einzubeziehen – ihre Bedürfnisse zu verstehen und sie aktiv in den Entwicklungsprozess zu integrieren. Regelmässiges Feedback und eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Plattform auf dieser Basis sind Schlüsselfaktoren für den Erfolg.
Zudem sollte das sogenannte «Not-invented-here-Syndrom» berücksichtigt werden: Viele Teams verfügen über eingespielte Prozesse, die durch neue Plattformlösungen infrage gestellt werden könnten. Hier sind Sensibilität und ein offener Austausch gefragt, um die notwendige Akzeptanz zu schaffen.
Besonders hohe Akzeptanz und schnelle Adoption neuer Plattformkomponenten wurden immer dann erreicht, wenn Nutzer:innen selbst zu Botschafter:innen wurden – etwa durch Erfahrungsberichte an internen Veranstaltungen, bei denen sie ihre konkreten Erfolge mit der Plattform geteilt haben.
FST: Patrick hat bereits zentrale Erfolgsfaktoren genannt, die entscheidend sind, damit eine Plattform erfolgreich angenommen wird. Ich möchte den Blick auf die Zielgruppen noch etwas erweitern: Im Kontext von Platform Engineering denken wir oft zuerst an Internal Developer Platforms, bei denen interne Entwickler:innen im Fokus stehen – und das ist auch vollkommen richtig.
Der Plattformgedanke lässt sich jedoch weiter fassen. Plattformprodukte können ebenso für externe Zielgruppen relevant sein, wie etwa Partnerunternehmen, externe Softwarelieferanten oder Community-Entwickler:innen. Auch diese Gruppen sollten frühzeitig einbezogen werden – durch transparente Kommunikation, offene Schnittstellen und kollaborative Formate wie Entwickler-Events oder Feedback-Sessions.
Ein konkretes Beispiel in diesem Kontext könnte eine API-Plattform für mehrere Partnerunternehmen sein.