Welche Herausforderungen und Chancen ergeben sich durch den Einsatz von Cloud- und KI-Technologien im Gesundheitsbereich? Habt ihr interessante Beispiele vom Event?
YLI: Helsana hat eindrücklich gezeigt, wie KI und ChatGPT die Organisation dazu herausforderten, einen nachhaltigen und unternehmensweiten Umgang mit KI zu etablieren.
Diese Herausforderung wurde gleichzeitig zur Chance: eine klare KI-Strategie zu entwickeln und sie über alle Bereiche hinweg zu verankern.
Der Einsatz von KI bringt grosse Herausforderungen mit sich – insbesondere, weil die Erwartungen an Präzision und Akzeptanz steigen. Unternehmen wie 44ai können sich in diesem Umfeld differenzieren, indem sie auf massgeschneiderte, reproduzierbare Modelle setzen, bei denen Zuverlässigkeit im Vordergrund steht.
Auch der bestehende Kostendruck im Gesundheitswesen fördert pragmatische, technologiegestützte Ansätze. Das Kantonsspital Aarau hat beispielsweise mit einem einfachen, aber wirkungsvollen Einsatz von Power Apps ein effizientes Bedarfsmanagement umgesetzt. Das ist ein gutes Beispiel für smarte Digitalisierung.
STS: «Voice-to-Speech» ist für mich ein herausragender Use Case. Eine Ärztin muss sich dabei nicht mehr mit dem mühsamen Eintippen von Berichten aufhalten, sondern investiert nur noch wenige Minuten, um eine automatisch transkribierte Konversation und die daraus generierten strukturierten Daten zu prüfen und ggf. zu ergänzen.
Ein weiterer spannender Anwendungsfall kommt von Helsana, die mittels KI die von Kund:innen eingescannten Belege auf Bildschärfe prüft und bei Bedarf automatisch zurückweist. Das spart Zeit und verbessert die Datenqualität für alle Beteiligten.
Besonders beeindruckt hat mich auch das Beispiel von Adcubum: Dank Cloud-Infrastruktur soll die Dauer einer Initial-Installation ihrer Plattform von acht Wochen auf nur vier Stunden reduziert werden – ein echter Effizienzgewinn.