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09.09.2025

Transparente Künstliche Intelligenz für die Schweiz: ipt und das ETH AI Center

Im Gespräch mit Yves Brise und Valentin Verschinin über die Partnerschaft mit dem ETH AI Center, das LLM Apertus und die Rolle von ipt als Brückenbauer zwischen Forschung und Praxis.

Yves Brise und Valentin Verschinin, KI-Expterten bei ipt, präsentieren die Zusammenarbeit mit dem ETH AI Center.

Könnt ihr euch kurz vorstellen? Welche Rolle habt ihr bei ipt?

Yves Brise (YBR): Ich bin Partner bei ipt. Mein Schwerpunkt liegt auf der strategischen Weiterentwicklung unserer Plattform- und AI-Angebote. Besonders wichtig ist mir, wie wir durch den Aufbau nachhaltiger Plattformen Innovation ermöglichen und unseren Kund:innen helfen, neue Technologien wie Generative AI gewinnbringend einzusetzen.

Valentin Verschinin (VVE): Ich bin Principal Architect bei ipt mit Fokus auf Data & AI. In Kundenprojekten begleite ich Unternehmen bei der Umsetzung von Machine-Learning- und GenAI-Lösungen. Von der ersten Idee bis zur produktiven Nutzung. Mein Ziel ist es, Forschung und Praxis so zu verbinden, dass moderne AI-Anwendungen echten Mehrwert schaffen.

Was war die strategische Motivation, dass ipt zum Industry Member des ETH AI Center wird und welchen Nutzen können wir daraus ziehen?

YBR: ipt war es schon immer wichtig, Innovation nicht nur zu begleiten, sondern aktiv voranzutreiben. Mit der Mitgliedschaft im ETH AI Center stärken wir unsere Rolle als Brückenbauer zwischen Forschung und Praxis. 

Der Aufschwung von Generative AI zeigt den Bedarf an Partnern, die Plattform- und Umsetzungskompetenz mit Spitzenforschung verbinden. Genau das erreichen wir mit dieser Partnerschaft.

VVE: Für unsere Kund:innen bedeutet die Zusammenarbeit, dass wir modernste Forschungsergebnisse unmittelbar in Projekte einbringen können. Und das immer mit Fokus auf konkrete Mehrwerte

Wir kombinieren unser Branchenwissen, unsere Erfahrung im Plattformaufbau, MLOps und der Operationalisierung von Künstlicher Intelligenz mit dem exzellenten Know-how des ETH AI Centers.

So entstehen praxisnahe Lösungen, die nicht nur innovativ, sondern auch skalierbar und nachhaltig sind. Gleichzeitig machen wir ipt damit auch für junge AI-Engineers besonders attraktiv, weil sie an der Schnittstelle zwischen Spitzenforschung und realen Anwendungen arbeiten können.

 

Wo seht ihr die grössten praktischen Vorteile vom vollständig offenen und transparentem Sprachmodell Apertus?

VVE: Apertus ist besonders spannend für regulierte Branchen und kritische Infrastrukturen in der Schweiz, wo Transparenz, Sicherheit und digitale Souveränität entscheidend sind. 

Das betrifft etwa Finanzinstitutionen, das Gesundheitswesen, Versicherungen und Bundesorgane. Gleichzeitig wird Vendor-Lock-in minimiert, was ein klarer Vorteil im Schweizer Kontext ist.

YBR: Genau. Und gerade für die Schweiz punktet die Offenheit zusätzlich: Modelle lassen sich gezielt auf Mehrsprachigkeit und Dialekte anpassen und schaffen so praxisnahen Mehrwert. 

Zudem bleibt die Option eines On-Prem-Betriebes erhalten, was für Branchen mit hohen Anforderungen an Datensicherheit und Nachvollziehbarkeit ein grosser Vorteil gegenüber geschlossenen Modellen ist.

 

Wie sieht die Zusammenarbeit von ipt mit dem ETH AI Center aus und welche Vision für die KI-Landschaft in der Schweiz wird verfolgt?

YBR: Die Partnerschaft mit dem ETH AI Center eröffnet uns einen direkten Kanal zu den Erschaffern zum Swiss LLM Apertus, zu Spitzenforschung und zur aktiven Startup-Community. 

In den nächsten Monaten setzen wir ganz konkret auf PoCs mit Kund:innen. Sei es mit Apertus oder mit innovativen Lösungen aus dem Startup-Bereich. 

Ein weiterer spannender Punkt sind gemeinsame Events sowie unsere Präsenz an der AI+X Konferenz, wo wir uns aktiv einbringen und vernetzen können.

VVE: Langfristig verfolgen wir die Vision einer souveränen, vertrauenswürdigen und mehrsprachigen AI-Landschaft in der Schweiz. 

Damit wollen wir nicht nur Innovation in regulierten Branchen vorantreiben, sondern uns auch als attraktiver Arbeitgeber für AI-Spezialisten positionieren. An der Schnittstelle von Spitzenforschung und praxisnahen Kundenprojekten.

 

Das Interview führte Noemi Haag, Marketing & Communications ipt.