Welche Vorteile ergeben sich für Spitäler aus Plattformen, auch im Hinblick auf KI und datengetriebene Innovationen?
STS: Spitäler haben vielfach sehr innovative Technologien im Einsatz. Beispielsweise gibt es in der Bildgebung schon viel Erfahrung mit der Unterstützung durch KI.
Das Problem ist, dass übergreifende Prozesse nur dann optimiert werden können, wenn man auf der gleichen Datenbasis agieren kann. Mit einem einheitlichen Daten-Fundament – und zwar sowohl technologisch wie semantisch – legt man die Basis für alles, was moderne Medizin und moderne Spitalführung brauchen.
Eine Datenplattform macht Daten unabhängig verfügbar. Anwendungen sind austauschbar, neue Technologien können schneller angebunden werden, und die Qualität der Daten verbessert sich massiv. Das wiederum ermöglicht ganz neue Möglichkeiten in den Bereichen Analytics, Prognosen und KI.
Viele Spitäler wollen heute bessere Ressourcenplanung, präzisere Behandlungswege, automatisierte Berichte oder KI-gestützte Entscheidungsprozesse. All das geht aber nur, wenn die Daten zusammengeführt und harmonisiert sind. Genau hier setzt eine Datenplattform an. Sie macht diese Innovationen erst realistisch und skalierbar.
NHG: Dabei geht es nicht nur um Technik, sondern um bessere Versorgung. Wenn Ärzt:innen, Pflegefachpersonen und Management dieselben Daten konsistent nutzen, entstehen schnellere Entscheidungen, weniger Redundanzen und weniger Fehler.
Darum ist eine Datenplattform kein reines IT-Projekt. Es ist ein strategisches Investitionsprojekt zur Zukunftssicherung.
Gleichzeitig sind Spitäler zunehmend mit regulatorischen Anforderungen konfrontiert. Dazu gehören neue Standards, nationale Rahmenwerke, stärkere Sicherheitsanforderungen und die Erwartung, Daten extern teilen zu können. Eine moderne Datenplattform hilft, diese Anforderungen umsetzbar und langfristig beherrschbar zu machen.