Ein Gespräch unter IT Experten #2 — Continuous Delivery in der Cloud

In dieser Episode unserer Reihe «Ein Gespräch unter IT Experten» geht es um das Thema Cloud Automatisierung: Continuous Delivery. Gerald Reif, Principal Architect und Christian Getzmann, Principal Consultant diskutieren über Best-of-Breed vs. All-in-One Ansätze bei Continuous Integration / Continuous Delivery Plattformen, wie das Cloud Team das Wissen in die ganze Organisation tragen kann und wie man die Ressourcen in der Cloud deployed.

Video-Podcast

Das Gespräch von Gerald und Christian | Key Take Aways

Unsere beiden Experten haben sich über drei Fragen und Erfahrungen aus ihren Projekten ausgetauscht. Die Zusammenfassung davon finden Sie nachfolgend:

Über die Jahre haben Unternehmen umfangreiche Continuous Integration / Continuous Delivery Plattformen aufgebaut. Sollen diese on-prem Plattformen auch für Cloud-Deployments eingesetzt werden?

Es gibt einige Gründe, die dagegen sprechen:

  • Das Deployment Ziel befindet sich in der Cloud und damit ausserhalb der Perimeter Firewall.

  • Um Infrastruktur und Applikationen in der Cloud zu deployen, müssen viele Firewall Regeln definiert und verwaltet werden.

  • Häufig wird in Zusammenarbeit mit externen Partnern entwickelt, die keinen Zugriff auf das On-Premises Code Repository haben.

Kann man die On-Prem Pipeline eins zu eins in der Cloud bauen?

Das Übernehmen eines Best-of-Breed Ansatzes macht bei einem Neustart in der Cloud nur bedingt Sinn. Folgende Punkte sprechen gegen einen Best-of-Breed Ansatz und für eine All-in-One Lösung:

  • Eine Best-of-Breed Plattform besteht aus einer grossen Anzahl von Services, die gemanaged werden müssen. (Git Repository, Build und Deployment Pipelines, Static Code Analysis, Bug Detection, Testing, Support für unterschiedliche Deployment Environments, usw.)

  • Man ist selbst für die Integration der Best-of-Breed Services verantwortlich, was zu einem beachtlichen Aufwand führt.

  • All-in-One Platformen (GitHub, GitLab, Azure DevOps) integrieren bereits viele dieser Funktionalitäten out-of-the-Box.

  • All-on-One Plattformen werden als gemanagter Service angeboten und reduzieren dadurch den Betriebsaufwand für das DevOps Team.

  • Wenn nötig, kann man punktuell auf Best-of-Breed Tools setzen und diese in eine All-in-One Plattform integrieren.

Wenn man nun auf so eine All-in-One Continuous Integration / Continuous Delivery Automation Plattform setzt, wer ist für diese Plattform verantwortlich? Soll das jedes Team für sich machen?

Idealerweise hat man ein Cloud-Team in der Organisation, welches sich das ganze Wissen aufbaut. Dieses Team ist verantwortlich für: 

  • Basisaufbau mit Policies, IAM, Auditing, Networking

  • Ein Self-Service Portal, bei welchem sich die anderen Teams die benötigten Services bestellen können

  • Das On-Prem Continuous Integration / Continuous Delivery Team on board holen und enablen

  • Mit anderen Teams cross-functional zusammenzuarbeiten

 

 

Der Einsatz von Cloud-Technologien bringt in der Entwicklung von Software-Lösungen viele Vorteile mit sich. Gleichzeitig steigt dadurch allerdings die Komplexität der IT-Lösungen in Bezug auf Management und Betrieb. Wir unterstützen Sie gerne hierbei.